Die Bürgerhaus Dorstfeld Genossenschaft eG informiert

Was ist die Idee des Dorstfelder Bürgerhauses?

Das Bürgerhaus befindet sich mitten im Stadtteil Dorstfeld, auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Dorstfeld 2/3. Der Gebäudekomplex erstreckt sich zwischen dem Vogelpothsweg, der Wittener Straße und der Oberbank. Mit der Ansiedlung des Bürgerhauses in der Stadtteilmitte wird die Funktion des Bürgerhauses als zentraler Treffpunkt und Veranstaltungsort unterstrichen. Die Nähe zu anderen bedeutsamen Stadtteileinrichtungen ermöglicht vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Schließlich soll das Bürgerhaus den Ort stärken und die Identität des Stadtteils fördern.

Mit der Nutzung der historischen Gebäude der Waschkaue und Werkstatt der Zeche Dorstfeld 2/3 besteht die einmalige Möglichkeit, das denkmalgeschützte Haus mit einer neuen nachhaltigen Nutzung eines genossenschaftlichen Betreibers gemeinnützig zu nutzen und zu beleben. Dabei spielt die Geschichte des Gebäudes und des Bergbaus ebenso eine Rolle wie die modernen Ansprüche an Gemeinsamkeit, ehrenamtlichem Engagement und solidarischem Vereinsleben. Die Unterbringung des Heinz-Werner-Meyer-Treff im Kinder- und Jugendzentrum unter Regie des Jugendamtes der Stadt Dortmund schafft eine langfristige Absicherung dieses Projektes. Kulturelle und gesellschaftlich relevante Veranstaltungen der „Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft eG“ bilden den Kern des Projektes. Dazu bietet das Bürgerhaus den Vereinen, Gruppen und Einrichtungen Dorstfelds ebenso wie Bürgern die Möglichkeit, die Räume für vielfältige Aktivitäten zu nutzen.

Das Modell einer genossenschaftlichen Organisation unterstützt diese Idee durch eine hohe gesellschaftliche Verpflichtung mit kurzen Entscheidungswegen und flachen Strukturen. Diese Form der Nutzung erfordert anfangs eine starke finanzielle Unterstützung durch die Förderung der Stadt Dortmund und das Landesprojektes „Initiative ergreifen“. Langfristig muss eine Mischung aus gesellschaftlich relevanten kulturellen Inhalten wie aus wirtschaftlich rentablen Veranstaltungen sowie einer Förderung aus Spenden und Mitgliedsanteilen die Grundlage bilden.

Das Bürgerhaus Dorstfeld ist eine niedrigschwellige Begegnungsstätte für bürgerschaftliches Engagement, kulturelle und soziale Aktivitäten sowie Beratungs- und Bildungsangebote. Als Ort der Begegnung fördert es die Kommunikation, den Gemeinschaftssinn, die Integration und die Vernetzung.

Im Bürgerhaus Dorstfeld sind alle Menschen willkommen. Vorrangig steht es den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils Dorstfeld im Rahmen der Nutzungsvereinbarung offen. Mit seinen vielfältig nutzbaren, barrierefreien Räumen ist es auf den Bedarf unterschiedlicher Nutzergruppen ausgerichtet. Das Bürgerhaus Dorstfeld verfolgt eine politisch, religiös und weltanschaulich neutrale Ausrichtung und ist den demokratischen Grundwerten verpflichtet. Es steht gleichermaßen für den Gemeinschaftssinn und die Wertschätzung individueller Bedürfnisse.

Als zentraler Treffpunkt des Stadtteils Dorstfeld ist es ein Ort der Vielfalt und Lebensfreude, der in den Stadtteil und darüber hinaus positiv ausstrahlt.

Als Ort der Begegnung unterstützt das Bürgerhaus Dorstfeld

• die Durchmischung und Kontaktförderung verschiedener Anwohnergruppen,

• die Vermeidung von Vereinsamung und Isolation,

• den Aufbau generationsübergreifender sozialer Netzwerke,

• die Förderung des interkulturellen Austauschs, von Toleranz und Akzeptanz und einer toleranten und demokratischen Zivilgesellschaft,

• die Entwicklung inklusiver, integrativer und antidiskriminierender Strukturen unter Berücksichtigung der Interessen und Belange aller Mitmenschen.

Bürgerschaftliches Engagement

Das Bürgerhaus Dorstfeld ist eine zentrale Stelle für die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement im Stadtteil. Es bietet Vereinen, Gruppierungen und Einzelpersonen vielfältig nutzbare, barrierefreie Räumlichkeiten und eröffnet so Gestaltungsspielräume für die Entwicklung eigener Ideen und Aktivitäten.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Dorstfeld beteiligen sich aktiv an der Entwicklung des Bürgerhauses und unterstützen dessen Ziele.

Identität und soziale Stadtteilentwicklung 

Das Bürgerhaus Dorstfeld fördert die Stadtteil- und Lebensqualität und trägt somit zur Verbesserung der Identität der Stadtteilbewohnerschaft und deren Verbundenheit mit dem Sozialraum bei. Alle Nutzer sind gleichzeitig Botschafter des Bürgerhauses. Das Bürgerhaus Dorstfeld leistet einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau selbsttragender bürgerschaftlicher Strukturen und wirkt dadurch positiv auf die soziale Stadtteilentwicklung. Als Kristallisationsort für stadtteilbedeutsame Aktivitäten übernimmt es eine zentrale Stellung innerhalb der sozialen Infrastruktur des Stadtteils Dorstfeld.

Der Name „PULSSCHLAG – Bürgerhaus Schacht 2/3 Dorstfeld“ spiegelt die Lebensfunktion des Bürgerhauses als kulturelles Zentrum Dorstfelds und ihrer BürgerInnen und NutzerInnen wider. Es liegt im Herzen Dorstfelds und wird eine bunte Vielfalt an NutzerInnen unter einem historischen Dach vereinigen.

Teilhabe am öffentlichen Leben

Das Bürgerhaus Dorstfeld bietet eine offene Gemeinschaft und eine Plattform für Vereine, Interessens- und Selbsthilfegruppen, um der gesellschaftlichen Entwicklung von sozialer Isolation entgegen zu wirken. Für alle Angebote und Möglichkeiten des Bürgerhauses gelten der Grundsatz der Freiwilligkeit und das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe.

Toleranz und Offenheit

Das Bürgerhaus Dorstfeld ist ein diskriminierungsfreier Ort, wo sich Menschen mit Respekt, Toleranz und Verständnis begegnen. Die Angebote des Hauses stehen allen Menschen offen. Nicht geduldet werden Veranstaltungen, in denen extreme, rassistische, antidemokratische oder diskriminierende Inhalte dargestellt und/oder verbreitet werden.

Bürgernahe Dienstleistungen 

Im Sinne von Bürgernähe und niedrigschwelligem Zugang können die Räume des Bürgerhauses Dorstfeld auch für Angebote, Sprechzeiten und Beratungen von Verwaltung und Fachdiensten dienen. Hierdurch sollen im Sinne der Sozialraumorientierung insbesondere die Personengruppen erreicht werden, die eine wohnungsnahe Unterstützung benötigen.

Vernetzung und Kooperation

Das Bürgerhaus Dorstfeld als zentrale Einrichtung in Ergänzung bestehender Institutionen fördert die Vernetzung im Stadtteil und erzeugt Synergieeffekte. Gerade den Vereinen wird hier ein Rahmen geboten, in dem das gegenseitige Kennenlernen und gemeinsame Aktivitäten gefördert werden. Darüber hinaus wird unterschiedlichen Trägern der räumliche Rahmen für die Durchführung von Kooperationsprojekten geboten.

Wirtschaftlichkeit 

Das Hausmanagement des Bürgerhauses Dorstfeld übernimmt die „Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft“, die auch für die wirtschaftliche Funktionstüchtigkeit des Hauses sorgt. Die Stadt Dortmund unterstützt den Betrieb des Bürgerhauses finanziell durch Übernahme der jährlichen Mietzahlungen und indem sie in sämtliche inhaltliche und bauliche Grundentscheidungen eingebunden ist.

Die Umsetzung des Leitbilds einer niedrigschwelligen Begegnungsstätte erfolgt durch folgende funktionelle

Handlungsschwerpunkte

• Begegnungsort und Kommunikationsschnittstelle:

Das Bürgerhaus Dorstfeld soll ein Treffpunkt sein, an dem Menschen miteinander in Kontakt treten und gemeinsam Aktivitäten durchführen können. Die Inanspruchnahme von Leistungen und Angeboten sowie die Entfaltung eigener Engagements zeigen das Spektrum der Betätigungsmöglichkeiten.

Aufgrund der räumlichen Kapazitäten in den verschiedenen Bereichen des Bürgerhauses können gleichzeitig unterschiedliche Nutzer zusammenkommen, ohne dass sie einander stören oder beeinträchtigen.

Durch seine Verortung im Ortskern fungiert das Bürgerhaus als soziale Mitte des gesamten Stadtteils. Hier konzentrieren sich die Angebote zur Stärkung des Gemeinwesens, von hier gehen positive Impulse für die soziale und kulturelle Stadtteilentwicklung aus.

• Veranstaltungsort und Aktionsräume:

Mit seinem umfassenden Raumangebot ermöglicht das Bürgerhaus Dorstfeld ein breites Spektrum unterschiedlicher Veranstaltungen und bietet Entfaltungsräume für vielfältige Aktionen. Ein Hauptziel ist dabei, das Bürgerhaus alltäglich zu beleben und eine möglichst hohe Auslastung zu erreichen. Die räumliche Nähe zu anderen Stadtteileinrichtungen bietet die Möglichkeit zur Kooperation und zur gemeinsamen Nutzung der Außengelände und des öffentlichen Raums. 

• Soziale Infrastruktur und Gemeinbedarfseinrichtung:

Als öffentliche Gemeinbedarfseinrichtung steht das Bürgerhaus Dorstfeld im Mittelpunkt der sozialen Infrastruktur des Stadtteils und bündelt verschiedene soziale Einrichtungen und Angebote. Im Bürgerhaus ist mit dem Kinder- und Jugendtreff HWMT eine stadtteilbedeutsame Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit dauerhaft verortet. Darüber hinaus haben mehrere örtliche Vereine hier ihre Aktivitäten konzentriert.

Für alle Nutzergruppen bietet das Bürger- und Vereinshaus einen verlässlichen räumlichen Rahmen, der ein langfristiges Handeln ermöglicht.

Im Bürgerhaus Dorstfeld wird mit den verschiedenen Angeboten der Mieter und Nutzer ein breites Spektrum an Handlungsfeldern abgedeckt:

• Begegnung und bürgerschaftliches Engagement:

Im Bürgerhaus Dorstfeld besteht Raum für die Begegnung unterschiedlicher Menschen und die Entfaltung bürgerschaftlichen Engagements. Hierzu zählen regelmäßig stattfindende Angebote, wie z.B. die Vereinstheke, sowie öffentliche und private Einzelveranstaltungen, wie z.B. Empfänge, Feste oder Familienfeiern. 

• Kultur und Brauchtumspflege:

Dieser Bereich ist im Bürgerhaus Dorstfeld besonders ausgeprägt, da z.B. die Karnevalsvereine des Stadtteils sowie örtliche Musikgruppen hier ihre Proben abhalten sowie Veranstaltungen durchführen. Nicht nur während der Karnevalssession sind die Räumlichkeiten stark frequentiert. Überdies nutzen weitere Gruppierungen des kulturellen Bereichs die Räume des Bürgerhauses, außerdem finden kulturelle Veranstaltungen mit externen Künstlern statt. 

• Bildung:

Das Spektrum der Angebote dieses Handlungsfeldes reicht von Vorträgen über Kochkurse bis zur Anleitung im Umgang mit neuen Medien. Teilweise richten sich die Angebote an spezielle Zielgruppen, wie etwa Menschen mit Migrationshintergrund, ältere Menschen oder Frauen. 

• Beratung und Unterstützung:

Dieses Handlungsfeld spricht eine breite Zielgruppe an, sowohl bezogen auf das Altersspektrum, als auch auf die persönliche Lebensgestaltung. Besonders Menschen in sozial instabilen Verhältnissen sind die Adressaten der niedrigschwelligen und meist kostenfreien Angebote zu Themen der Sozialberatung und sozialen Hilfen. Die Angebote werden von etablierten Trägern der Wohlfahrtspflege wahrgenommen, die hierfür die Räume des Bürger- und Vereinshauses regelmäßig oder sporadisch nutzen.

• Gesundheit und Sport:

Die Gesundheitsangebote zielen besonders auf die Aspekte gesunden Heranwachsens sowie Erhalt der Gesundheit und richten sich dabei in erster Linie an Kinder und Jugendliche bzw. Senioren. Dabei werden auch spezielle Themen, wie z.B. Suchtprävention oder Demenz, berücksichtigt. Zur Erhaltung der Gesundheit und Fitness zählen auch die Sportangebote im Bürgerhaus, wie Gymnastik, Tanz und Sportarten, die mit den baulichen Gegebenheiten vereinbar sind.

• Integration und Willkommenskultur:

Dieses Handlungsfeld ist dem hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil geschuldet. Das Kernangebot bildet dabei die „Vereinstheke“ als Austauschforum für Zugewanderte und Einheimische. Überdies finden diverse Einzelveranstaltungen statt, wie z.B. Informationsabende oder Feste. 

• Stadtteilentwicklung und Gemeinwesenarbeit:

Als zentrale Infrastruktureinrichtung des Stadtteils Dorstfeld fungiert das Bürgerhaus Dorstfeld als Sitzungsort für politische und soziale Gremien, wie etwa die Bezirksvertretung oder den Runden Tisch. Auch Veranstaltungen oder Sitzungen mit Beteiligung der Stadtverwaltung oder anderer Institutionen finden hier statt.

Nutzungsausschluss

Als soziale Infrastruktureinrichtung des Stadtteils steht das Bürgerhaus Dorstfeld grundsätzlich allen Menschen offen. Allerdings gibt es Nutzungszwecke, die mit dem Leitbild des Bürgerhauses unvereinbar sind. Für folgende Nutzungszwecke ist eine Vermietung ausgeschlossen: 

• Dauervermietung an Nutzer mit kommerzieller Ausrichtung,

• Dauervermietung an Nutzer, von denen Nutzungskonflikte mit benachbarten sozialen Einrichtungen (Jugendtreff, Kindertagesstätte, Altenheim) ausgehen können,

• Vermietung an Nutzer oder für Veranstaltungen, die sich schädlich auf Kinder und Jugendliche auswirken können,

• Veranstaltungen, in denen extremes, rassistisches, antisemitisches, diskriminierendes oder antidemokratisches Gedankengut vertreten wird.

Ziel – und Interessengruppen

Als niedrigschwellige Begegnungsstätte richtet sich das Bürgerhaus Dorstfeld an unterschiedliche Personengruppen: 

• Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Dorstfeld:

In den Räumen des Bürgerhauses können sich die Menschen einfach treffen und aufhalten, Aktivitäten und Engagement entfalten oder Leistungen und Angebote in Anspruch nehmen. Selbstverständlich gilt dies auch für Nutzerinnen und Nutzer aus dem restlichen Stadtgebiet oder von außerhalb der Stadt.

• Mieter:

Das Bürgerhaus überlässt Räume für eine dauerhafte Nutzung an unterschiedliche Träger. Hierzu zählen der Kinder- und Jugendtreff HWMT und verschiedene ortsansässige Vereine. Die Vielfalt und Lebendigkeit des Bürgerhauses werden von diesen Nutzern maßgeblich beeinflusst. Die dauerhaft genutzten Räume stehen in der Regel nicht für andere Nutzer zur Verfügung.

• Regelmäßige Nutzer:

Das Foyer, der Kinder- und Jugendbereich und die Mehrzweckräume werden von unterschiedlichen Gruppierungen und Institutionen für regelmäßig stattfindende Angebote genutzt. Das Spektrum reicht von Vereinsproben über Gruppenangebote bis zu offenen Begegnungsstätten.

• Einmalige Nutzer:

Außerhalb der regelmäßigen Nutzungszeiten stehen der Veranstaltungsbereich, die Mehrzweckräume und Teile des Kinder- und Jugendbereiches auch für einmalige Vermietungen an Unternehmen, Initiativen, Vereine, Gremien oder Privatpersonen zur Verfügung. Das Spektrum reicht von politischen, kulturellen oder sozialen Veranstaltungen über Gremiensitzungen und Besprechungen bis zu Privatveranstaltungen.

• Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen:

Insbesondere für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendtreffs HWMT, aber auch für die Verantwortlichen regelmäßiger sozialer Angebote ist das Bürger- und Vereinshaus der Standort ihrer Arbeitsplätze, von denen aus sie ihre Tätigkeiten für die Zielgruppen und die soziale Stadtteilentwicklung verrichten.

Das Bürgerhaus Dorstfeld bietet vielfältige Räume für unterschiedliche Nutzergruppen. Gerade die Konzentration von sozialen Trägern und Vereinen ist gewollt, um ein ganzheitliches Zusammenwirken im Sinne der sozialen Stadtteilentwicklung zu unterstützen. Damit die Aktivitäten aller Ziel- und Interessengruppen stattfinden können, bedarf es eines organisatorischen Rahmens, in dem die Inhalte und Abläufe nach Maßgabe des Leitbilds abgestimmt werden. Die Genossenschaft wirkt darauf hin, dass die Interessen aller Zielgruppen im Stadtteil Berücksichtigung finden können.

Programmplanung und Öffentlichkeitsarbeit 

Die „Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft eG“ ist für die Programmplanung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Mit der Verständigung auf die Gestaltung einer einheitlichen Außendarstellung wird die Identifikation mit dem gemeinsamen Haus gefördert und eine „Markenidentität“ für das Bürgerhaus geschaffen, mit der die Bekanntheit der Einrichtung über die Stadtteilgrenzen hinaus ausgebaut werden kann. Auf diese Weise lassen sich interessante Veranstaltungen oder finanzielle Unterstützungen für das Bürgerhaus gewinnen.

Die Programmplanung im Sinne einer Angebotszusammenstellung aus einer Hand, die die Zielsetzung als Bürgerhaus für alle Dorstfelder Bürgerinnen und Bürger erkennbar werden lässt und damit auch identitätsstiftend wirkt, ist eine mögliche gemeinsame Zukunftsaufgabe. Die Programmplanung berücksichtigt die Handlungsfelder sowie die Ziel- und Interessengruppen. Es wird auf ein ausgewogenes Spektrum an regelmäßig stattfindenden Angeboten sowie Einzelveranstaltungen hingewirkt. Hierbei bedient sich Bürgerhaus Genossenschaft der Kooperation mit unterschiedlichen Anbietern bzw. Veranstaltern.

Zu den Produkten der Öffentlichkeitsarbeit sollen insbesondere zählen:

• die Bildung und Etablierung der Marke „PULSSCHLAG Dorstfeld“,

• Eigene Internetpräsenz mit Informationen zu Programm und Raumvergabe,

• Werbung für Einzelveranstaltungen (Plakate, Flyer, Presseinformationen etc.),

• Pressearbeit (Stadtteilzeitung, Tagespresse u.a.)

Trägerstruktur

Das Bürgerhaus Dorstfeld ist eine Gemeinbedarfseinrichtung im Eigentum der Stadt Dortmund. Innerhalb der Stadtverwaltung obliegt die bauliche Zuständigkeit für die verschiedenen Gebäudeteile sowie die zugehörigen Freiflächen der Immobilienwirtschaft. Das Jugendamt ist für die inhaltliche Ausgestaltung und zweckgebundene Nutzung des Kinder- und Jugendbereiches verantwortlich.

Der Betrieb und laufende Unterhalt des Bürgerhauses wird durch die „Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft eG“ wahrgenommen.

Die Konditionen dieses Modells sind im Mietvertrag zwischen Genossenschaft und Stadt und im Kooperationsvertrag zwischen Jugendamt und Genossenschaft geregelt.

Die Genossenschaft übernimmt für die eigenen Nutzungsverträge die Vermieterfunktion gegenüber den Dauernutzern und sonstigen Nutzern des Bürgerhauses. Die Dauernutzer können die angemieteten Räume entsprechend ihrer Bedürfnisse einrichten und gestalten. Die Nutzer der allgemeinen Räume haben sich an die Standardausstattung nach Vorgabe der Genossenschaft zu halten.

Vertragliche Regelungen

• Mietvertrag:

Der Mietvertrag zwischen Genossenschaft und Stadt regelt die Rechte und Pflichten der Vertragspartner zum Betrieb und laufenden Unterhalt des Bürgerhauses. Für die Erarbeitung des Vertrags ist die Immobilienwirtschaft zuständig, die diesen mit Jugendamt und Genossenschaft abstimmt.

• Die Genossenschaft vermietet Räumlichkeiten an verschiedene Nutzer und schließt mit Diesen eigenständige Mietverträge (Wirtschaftsbetrieb).

• Die Genossenschaft entscheidet im eigenen Ermessen und auf Basis des Nutzungskonzepts, mit welchen Nutzern Mietverträge abgeschlossen werden.

• Der Kooperationsvertrag regelt die Zusammenarbeit der Genossenschaft und des Kinder- und Jugendtreffs.

• Zweckgebundene Raumnutzung

Entsprechend des Leitbildes sind im Bürgerhaus Dorstfeld Räume unterschiedlicher Kategorien vorhanden. Für die verschiedenen Räume ist eine zweckgebundene Raumnutzung zu gewährleisten.

• Gemeinschaftsräume:

Zu den Gemeinschaftsräumen zählen die Bewegungsfläche im Kinder- und Jugendbereich, der Saal, die Mehrzweckräume, das Foyer sowie die angegliederten Küchen- und Sanitärbereiche. Diese Räume sind für einmalige oder regelmäßige Veranstaltungen bzw. Vermietungen vorzuhalten, eine Dauervermietung und damit komplette Blockierung der Räume ist nicht gestattet.

Ausstattung und Möblierung sind so zu wählen, dass sie den Veranstaltungszwecken dienlich sind und allen Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Einrichtungsgegenstände, die die Nutzbarkeit der Räume einschränken, wie z.B. Ausstellungsvitrinen oder nutzereigene Möbel und Anlagen, sind nicht zulässig.

• Kinder- und Jugendtreff:

Die Nutzung der Räume des Kinder- und Jugendtreffs wird durch das Jugendamt als Träger geregelt. Der Träger des Jugendtreffs entrichtet die im Nutzungsvertrag vereinbarte Entschädigung sowie die Energiepauschale an die Genossenschaft.

• Lagerräume:

Die zur Nutzung verfügbaren Lagerräume sind von den Nutzern ausschließlich für Lagerzwecke zu nutzen.

• Verkehrsräume:

Flure und Treppenhäuser sind als Verkehrswege zweckgebunden und dürfen nicht dauerhaft zu anderen Zwecken genutzt werden. Dauerhafte Einbauten, wie z.B. Garderoben, Vitrinen oder Auslagen, sowie dauerhafte Raumdekoration bedürfen der Abstimmung mit der Genossenschaft. Die Abtrennung oder Unterteilung von Raumteilen ist nicht zulässig.

Finanzierung 

Das Jugendamt trägt die Kosten für den Kinder- und Jugendbereich inklusive Freifläche.

Die Genossenschaft ist den Maßgaben der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Die Kostenübernahme der Genossenschaft ist im Mietvertrag geregelt und beinhaltet unter anderem die Nebenkosten sowie die Kosten für Kleinreparaturen.

Zur Deckung der Kosten nutzt die Genossenschaft die Räumlichkeiten gemäß diesen Nutzungsvereinbarungen.

Übergabe des ersten Mitgliederanteils

Personelle Ressourcen 

Hausmanagement

Aufgrund des ehrenamtlichen Trägermodells verfügt das Bürgerhaus Dorstfeld über keine hauptamtlichen Funktionsstellen für das Hausmanagement oder die inhaltliche Leitung.

Die erforderlichen koordinierenden und verwaltenden Aufgaben werden durch den ehrenamtlichen Genossenschaftsvorstand wahrgenommen. Das Tätigkeitsspektrum umfasst:

• Organisatorische und fachliche Koordination,

• aktive Begleitung der konzeptionellen Weiterentwicklung des Bürger- und Vereinshauses,

• Unterstützung und Beratung von Mietern und Nutzern,

• Steuerung und Überwachung der Bewirtschaftung des Gebäudes und der Außenanlagen,

• Steuerung der allgemeinen Betriebsabläufe, Überwachung der Raumvergabe,

• Finanzverantwortung und Fundraising,

• Vernetzung mit anderen Stadtteileinrichtungen,

• Teilnahme und Mitwirkung in Stadtteilgremien,

• Kooperation mit Ämtern und Institutionen außerhalb des Stadtteils.

Hausmeisterdienste

Die Genossenschaft finanziert aus seinen eigenen Mitteln zur Hälfte eine Hausmeisterstelle im erforderlichen Umfang. Die Hausmeisterdienste beinhalten:

• Raumkoordination und -vergabe,

• Ausübung des Hausrechts, Meldung von Vorkommnissen,

• Pflege von Gebäude und Außengelände; in Absprache mit der Immobilienwirtschaft: Instandhaltungsarbeiten, kleinere Renovierungsarbeiten,

• Kontrolle, Überwachung und Wartung der Haustechnik (soweit nicht durch die Stadt oder externes Fachpersonal),

• Unterstützung des ehrenamtlichen Hausmanagements.

Finanzierung 

Das Jugendamt trägt die Kosten für den Kinder- und Jugendbereich inklusive Freifläche.

Die Genossenschaft ist den Maßgaben der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Die Kostenübernahme der Genossenschaft ist im Mietvertrag geregelt und beinhaltet unter anderem die Nebenkosten sowie die Kosten für Kleinreparaturen.

Zur Deckung der Kosten nutzt die Genossenschaft die Räumlichkeiten gemäß diesen Nutzungsvereinbarungen.

Gremien

Zur Ausfüllung des organisatorischen Rahmens und zur Abstimmung der unterschiedlichen Nutzungsinteressen dient folgende Gremienstruktur:

Vorstand:

Der Vorstand ist für den ordnungsgemäßen Betrieb des Bürgerhauses verantwortlich.

Folgende Aufgabenteilung ist vorgesehen:

Technischer Bereich, Kaufmännischer Bereich, Veranstaltungsbereich

 Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat kontrolliert die Arbeit des Vorstandes.


Wie bekomme ich Anteile am Bürgerhaus Dorstfeld?

Mit dem Kauf eines Anteils an der Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft eG (DBG) unterstütze ich die Ziele der Satzung und des Nutzungskonzeptes der DBG.

Einzelheiten regelt die Satzung der Genossenschaft https://www.facebook.com/IDVeV/posts/392913304743830?

Der Erwerb von Anteilen wird beim Vorstand der DBG beantragt. Der Vorstand entscheidet über die Mitgliedschaft. 

In der Mitgliederversammlung werden allgemeine Zielsetzungen und programmatische Themen rund um das Bürgerhaus gemeinsam erörtert sowie grundsätzliche Fragen und ggf. Konflikte geklärt.

Die Generalversammlung wird mindestens einmal jährlich durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder in Textform einberufen.

Geschäftsanteile an der Genossenschaft

Ein Anteil beträgt 250,- €. Der Kauf mehrerer Anteile ist möglich. Unabhängig von der Anzahl der erworbenen Anteile hat jeder Anteilseigner in der Mitgliederversammlung nur eine Stimme.

Jeder Anteilseigner kann die Kündigung der Mitgliedschaft oder teilweise Rückgabe seiner Anteile mit einer Frist von zwei Jahren beantragen. Erstattet wird der eingezahlte Wert. Der Anteilseigner erhält weder einen Gewinn noch ist er zu einem Nachschuss an den DBG verpflichtet.

Für seinen Anteil erhält der Genosse die Möglichkeit, 

a) die Leistungen der Genossenschaft zu nutzen,

b) an der Generalversammlung teilzunehmen,

c) durch die Generalversammlung auf ihre Kosten eine Abschrift des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Berichts des Aufsichtsrats zu verlangen,

d) Einsicht in das zusammengefasste Ergebnis des Berichts über die Prüfung des Prüfungsverbands zu nehmen,

e) sich an Verlangen von einem Zehntel der Mitglieder auf Einberufung der Generalversammlung oder Ankündigung von Beschlussgegenständen zu beteiligen,

f) das Protokoll der Generalversammlung einzusehen und

g) die Mitgliederliste einzusehen.

Die Mitglieder sind verpflichtet,

a) die auf den Geschäftsanteil vorgeschriebenen Einzahlungen zu leisten,

b) die Interessen der Genossenschaft in jeder Weise zu fördern,

c) die Satzung der Genossenschaft einzuhalten und die von den Organen der Genossenschaft gefassten Beschlüsse auszuführen,

d) die Einrichtungen der Genossenschaft in angemessenem Umfang zu nutzen und

e) eine Änderung ihrer Anschrift mitzuteilen.

Die Frist für die Kündigung der Mitgliedschaft oder einzelner, freiwilliger Anteile beträgt zwei Jahre zum Schluss des Geschäftsjahres. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Das Schreiben ist an den Vorstand zu richten.

Jedes Mitglied kann sein Geschäftsguthaben jederzeit durch schriftliche Vereinbarung einem anderen ganz oder teilweise übertragen und hierdurch seine Mitgliedschaft ohne Auseinandersetzung beenden, oder die Anzahl seiner Geschäftsanteile verringern, sofern der Erwerber Mitglied der Genossenschaft wird oder bereits ist.

Die Übertragung des Geschäftsguthabens bedarf der Zustimmung des Vorstandes.

Mit dem Tod eines Mitglieds geht die Mitgliedschaft auf den/die Erben über. Gibt es einen Alleinerben, so wird die Mitgliedschaft auf diesen übertragen und über das Ende des betreffenden Geschäftsjahres hinaus fortgesetzt. Gibt es mehrere Erben, so haben diese dem Vorstand innerhalb von 6 Monaten nach dem Erbfall einen Erben zu benennen, der die Mitgliedschaft alleine fortsetzt. Erfolgt die Bestimmung nicht innerhalb von 6 Monaten, so scheiden die Erben zum Ende des Geschäftsjahres aus, in dem die Erklärungsfrist endet.

Wird eine juristische Person oder eine Personengesellschaft aufgelöst oder erlischt sie, so endet die Mitgliedschaft mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem die Auflösung oder das Erlöschen wirksam geworden ist. Im Falle der Gesamtrechtsnachfolge wird die Mitgliedschaft bis zum Schluss des Geschäftsjahres durch den Gesamtrechtsnachfolger fortgesetzt.

Mitglieder können zum Schluss eines Geschäftsjahres ausgeschlossen werden, wenn

a) sie die Genossenschaft schädigen,

b) sie einem der Zwecke der Genossenschaft nach § 2 (3) entgegenwirken,

c) sie die gegenüber der Genossenschaft bestehenden Pflichten trotz Mahnung unter Androhung des Ausschlusses nicht erfüllen,

d) ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt ist,

e) sie unter der der Genossenschaft bekannt gegebenen Anschrift dauernd nicht erreichbar sind.

(2) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand nach Anhörung des Mitglieds.

2. Preis beim Bundeswettbewerb

Schon mit dem Konzept der Planung der Bürgerhaus Genossenschaft Dorstfeld eG haben wir 2018 einen Preis beim Bundeswettbewerb Europäische Stadt gewonnen.

In der Kategorie „Wandel und Werte – Erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“ haben wir den 2. Preis erhalten, der mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verbunden ist.

Das Preisgeld wird der Jugendarbeit zu Gute kommen.

Wie kann ich die Einrichtungen des Bürgerhauses Dorstfeld nutzen?

Die Nutzung des Jugendbereiches und dem zugehörigen Außenbereiches wird durch das Jugendamt der Stadt Dortmund in Absprache mit der Genossenschaft festgelegt. Mehrzweckräume sowie der Aktionsraum im Jugendbereich können auch außerhalb der Nutzungszeiten des Jugendamtes von anderen Nutzern genutzt werden. 

Küchen- und Sanitärbereich werden von den Nutzern des Hauses gemeinsam genutzt.

Die Nutzung des Hauses wird durch einen Belegungsplan der Räume vom Vorstand der Genossenschaft geregelt. 

Veranstalter ist die Genossenschaft.

Einzelräume oder Kombinationen mehrerer Räume können von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern durch Nutzungsvereinbarungen genutzt werden. Mitglieder erhalten vergünstigte Konditionen.

Die Veranstaltungs- und Mehrzweckräume können für gemeinnützige und wirtschaftliche Zwecke nach Maßgabe der Satzung genutzt werden. Die Konditionen sind unterschiedlich, werden durch den Vorstand festgelegt und in der Mitgliederversammlung diskutiert. 

Das offene Raumkonzept ermöglicht Nutzungen vieler Art in einzelnen Räumen bis zum Konzert oder großen Feiern im Veranstaltungssaal oder in Kombination mit den Nebenräumen. Kleine Events im Foyer und bis 22 Uhr auch mit Nutzung der Außenterrasse können entwickelt werden.

Die Bürgerhaus Genossenschaft Dorstfeld plant Formate wie „Comedy und Currywurst“, kulturelle Lesungen und Konzerte, Vereinssitzungen und Feiern sowie neue Veranstaltungsformate. Im Foyer sind bereits der Betrieb einer Vereinskneipe und eines Senioren-Cafés geplant.

Die Nutzungszeiten richten sich nach den gültigen Lärmvorschriften. Verstöße können zum Ausschluss von der Nutzung führen.

Raumnutzungen können etwa ab Ende des Jahres 2020 gebucht werden.

Aktuelle Infos finden Sie bei der Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine unter www.facebook.com/IDVeV 

Die aktuelle Satzung finden Sie unter https://www.facebook.com/IDVeV/posts/392913304743830?

Bis auf Weiteres erreichen Sie die Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft eG und „PULSSCHLAG Dorstfeld“ unter

wsc-domotions@de oder Tel. 0231- 9862290

V.i.S.d.P. Wilhelm Schulte-Coerne, Varusstr. 23, 44149 Dortmund

© Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft 2019

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